Salbei im Teigmantel


Reichlich Salbei... fotografiert auf der Terrasse des Ferienhauses Casa Berti

Mögen Sie Salbei? Ich kenne wenige Menschen, die auf diese Frage aus voller Überzeugung mit „Ja!“ antworten würden. In der Tat: Diese ölhaltige, krautige Pflanze erinnert im Geschmack eher an Zahnarztbehandlungen als an gesuchte Delikatessen. Doch Sie werden sehen: Salbei im Teigmantel ist eine leckere kleine Vorspeise. 

Ein dünner Teig aus Milch, Mehl und Ei
Salbeiblätter eintauchen...

Salbei, Teig und Öl

Und dabei ist die Herstellung wirklich ganz einfach. Zuerst brauchen Sie Salbei. Vor der Kellertür des Ferienhauses Casa Berti steht ein sich immer mehr ausbreitender Busch. Sollten Sie gerade nicht vor Ort sein und der eigene Garten das Gewürz nicht hergibt, empfiehlt sich der Gang in einen gut sortierten Obst- und Gemüseladen. Aber nicht so einen Topf mit "Küchenkräutern" kaufen, der geht Ihnen doch nur ein. Stattdessen lieber ein Bund mit vielen kräftigen Trieben wählen.

Ein ganz einfacher Teig

Dann geht es weiter mit dem Teigmantel. In Frage kommt ein ganz normaler Pfannekuchenteig, der aber sehr dünnflüssig sein muss. Mischen Sie also ein Ei mit etwas Milch, geben drei, vier Eßlöffel Mehl hinzu, würzen mit Salz, Pfeffer und je nach Geschmack auch mit noch schärferen Sachen wie Chili. Umrühren! Mit Milch auf ungefähr einen Viertelliter auffüllen. Fertig. Fast wie bei Dr. Oetker.

...in heißem Fett braten
...und auf Küchenpapier erkalten lassen.

Jetzt kommt das Braten!

Drittens brauchen Sie noch eine Pfanne mit heißem Öl. Wer mag, nimmt Olivenöl, aber dann bitte aufpassen, dass das Fett nicht zu heiß wird. Überhaupt sollte man hier mit der Hitze etwas sparsamer umgehen, damit man den Bratprozess nach Belieben steuern kann.

Nun einen Strunk Salbei mit den Blättern zuerst in den Teig tauchen, kurz abtropfen lassen, und in die Pfanne damit! Wenn eine Seite schön braun ist, wenden. Und dann immer zügig so weitermachen. Weil man die Stiele nicht in Teig getaucht hat und auch nicht mitbrät, kann man daran anfassen: sehr praktisch!

Ok, das Ganze ist eine fettige Angelegenheit und in Wirklichkeit deshalb nicht diättauglich. Um überschüssiges Öl von den fertigen gebratenen Salbeiblättern zu entfernen, zum Schluss eine Weile auf schön saugfähigem Küchenpapier lagern. Aber Sie werden es erleben, nach anfänglichem Zögern werden alle zugreifen und gar nicht mehr aufhören wollen. Einfache Zutaten, aber wirklich ein Leckerbissen. Oder, wie Oli stets sagt: Eine Messe.

Na dann: Guten Appetit!