Rundweg nach Metato und Casoli


Die letzten Sonnenstrahlen beleuchten noch die beiden Spitzen des Monte Castrese, während über dem Monte Prana und Metato schon der Mond aufgegangen ist.

Metato ist der Ort am Hang des Monte Prana, den man vom Ferienhaus aus ständig sieht – als Ansammlung kleiner Lichter in der Nacht oder als wenige Häuser am steilen Hang des mächtigen Berges. Der Name Metato verweist auf eine Stelle, an der Kastanien getrocknet werden. Und tatsächlich gibt es rund um Metato große Wälder mit Esskastanien. Wer möchte, kann direkt vom Ferienhaus aus nach Metato und weiter wandern.

Es bieten sich drei Wege nach Metato an: Von der Mühle Candalla (siehe hier) führt ein Weg durch den Wald nach Metato. Es geht ständig steil bergauf, aber das ist auch nicht verwunderlich – es sollen doch an die 400 Meter Höhenunterschied bewältigt werden! 

Ein anderer Weg beginnt an der Fahrstraße nach Metato rund 150 Meter hinter dem Steinbruch auf der linken Seite. Dieser Weg kann (durch die Anwohner) mit Geländewagen befahren werden. Man geht zuerst etwas bergab, durchquert ein fast immer trockenes Bachbett und folgt dem Weg bergauf. Auf einem Sattel nicht allzu weit entfernt vereinigen sich die beiden Wege. Wer will, macht einen Abstecher auf den Monte Castrese.

Dieser zweispitzige Hügel war einst mit einer Siedlung und einer Burganlage überzogen. Man findet noch zahlreiche Grundmauern und eine Gedenktafel, die an die Zerstörung der Kirche von Santa Barbara durch "deutsche Horden"(?) erinnert. Ob es sich hierbei um Kriegsereignisse handelte, ist uns nicht bekannt. Die rund zwei Meter dicken Trümmer der Kirche (?) liegen auf der dem Bergmassiv zugewandten Seite des Hügels noch ziemlich unverwittert frei herum.

Vom Hügel selbst hat man einen wunderbaren Blick auf Camaiore und das Meer – und natürlich auf das Ferienhaus!

Aber bis Metato sind noch einige Höhenmeter zu überwinden. Tipp: Auf jeden Fall etwas zu Trinken mitnehmen! Man wird es gebrauchen können. Schließlich nähert man sich dem Ort von unten, passiert den Friedhof und landet direkt auf dem Parkplatz, der am unteren Ortsende angelegt ist.

Will man direkt weiter nach Casoli gehen, hält man sich an die befahrbare Betonstraße, die links des Ortes den Berg hinauf führt. Man kommt an einem Ziegengehege vorbei, steigt noch eine Serpentine weiter auf und biegt links auf einen kleinen Pfad, der durch den Kastanienwald verläuft, in Richtung Casoli ab. 

Abwechselnd kommen auch Olivenhaine vor, dann steigt der Weg etwas an und es wird felsig. Candalla Alta, die Kletterwand, liegt jetzt links von den Wanderern. Der Weg ist zwar nicht sonderlich breit, aber gut angelegt, so dass niemand Angst haben muss, abzustürzen. Nach ungefähr 35 Minuten beginnt der Weg abzufallen und man kommt schließlich an eine Brücke über den Rio Lombricese. Nun ist es nicht mehr weit nach Casoli. Es geht am Friedhof vorbei und schließlich landet man an der Bar "Alla Frana", wo man sich stärken kann. Das Wort "Frana" bezeichnet übrigens einen Bergrutsch; unten am Rio Lombricese kann man noch Trümmer finden, die von Casoli bis fast ins Bachbett gestürzt sind. Es ist also ein durchaus spannender Ort, der zum nachdenklichen Verweilen einlädt!

Zurück nach Greppolungo geht es auf der Fahrstraße, die in vielen Kurven von Casoli hinab führt. Oder man hat Glück und kann die ersten zwei Kilometer mit dem Bus fahren, um dann an der Abzweigung nach Greppolungo auszusteigen.

Insgesamt braucht man für diese Wanderung vom Ferienhaus aus ca. zweieinhalb bis vier Stunden, je nach Konstitution und Pausenbedürfnis!