Monte Castrese – auf den Spuren einer versunkenen Zeit


Blick auf den Monte Castrese und auf Metato, vom Toskana-Ferienhaus aus gesehen
Erinnerung an die Soldaten der brasilianischen FEB, die hier ihren ersten Einsatz hatten

Dies ist ein schöner größerer Spaziergang, den Sie direkt vom Toskana-Ferienhaus aus starten können. Er führt Sie auf den Berg mit der Doppelspitze, den Sie jeden Tag von Ihrem Ferienhaus aus sehen können. Der Monte Castrese hat eine alte Geschichte – denn hier befand sich einst ein befestigtes Castell, von dem jetzt nur noch die Grundmauern und die Ruinen eines mächtigen Turms existieren.

Tourenbeschreibung

Wenn Sie direkt von Ihrem toskanischen Ferienhaus losgehen, führt Sie Ihr Weg zunächst auf der wenig befahrenen Straße Richtung Camaiore. Nach zwei Kilometern erreichen den Rio Lombricese; hier biegen Sie am Ristorante "Emilio e Bona" nach links Richtung Candalla ab. Sie können natürlich diese Wegstrecke auch mit dem Auto erledigen, dann parken Sie direkt an der alten Mühle Candalla. Es bietet sich hier der Blick auf einen Wasserfall, der neben der Mühle in ein tiefer gelegenes Becken des Flusses stürzt. Rechterhand beginnt der Pfad, der zum Monte Castrese führt.

Ein schöner Weg durch den Kastanienwald

Erinnerungen an 1944

Hier beginnt der Fußweg, der schließlich bis nach Metato führt - früher die wichtigste Verbindung des Dorfes mit der Welt. Aber unser Ziel ist ja "nur" der Monte Castrese, es wird also nicht ganz so anstrengend. Am Beginn des Pfades ist ein Schild zur Erinnerung an die Força Expedicionária Brasileira, FEB, angebracht. Die brasilianische Truppe griff ab 1944 auf Seiten der Alliierten in den zweiten Weltkrieg ein; hier soll der erste Einsatz in den Bergen stattgefunden haben.

Der Weg zieht sich stetig ansteigend am Hang entlang. Zunächst ist er noch für die wenigen zu Wochenendhäusern umgebauten ehemalige landwirtschaftliche Gebäude befahrbar, dann wird es ein hübscher Waldpfad, der sich durch den von Kastanien dominierten Wald auf einen kleinen Sattel führt. Ein Wegkreuz markiert diese Stelle.

Ein schöner Blick auf Greppolungo und, etwas unterhalb, das Toskana-Ferienhaus
Trümmer eines großen Turms auf dem Monte Castrese

Bequemer Aufstieg durch Olivenhaine

Man kann von hier aus direkt rechterhand den sehr steilen Aufstieg zum etwas höheren Gipfel des Monte Castrese in Angriff nehmen. Schöner und bequemer ist es aber, durch die Olivenhaine um den Berg herum zugehen und so langsam mehr Höhe zu gewinnen, bis man nach zehn Minuten die dem Tal zugewandte Spitze des Berges erreicht. Eine schöne Aussicht auf Camaiore, Ihr Toskana-Ferienhaus und das Meer ist die Belohnung. Es lohnt sich, ein wenig zu verweilen und den Blick zu genießen.

Trümmer eines mächtigen Turms

Wenn man dann durch den Olivenhain den zweiten Gipfel ansteuert, sind überalle deutlich die Fundamente von Gebäuden zu erkennen, die den gesamten Bergrücken überziehen. Auf der höchsten Stelle finden sich die Reste eines riesigen Turms. Diese Ruinenteile wirken aber nicht zerfallen, sondern fast wie gesprengt: Die zwei Meter und mehr dicken Mauern liegen als große zusammenhängende Teile im Gelände herum. Ob dies Folgen eines natürlichen Verfalls oder tatsächlich einer Sprengung, vielleicht aufgrund von kriegerischen Ereignissen, sind, ist auch den verschiedenen Hinweisschildern nicht zu entnehmen.

Zurück gehen Sie genauso, wie Sie gekommen sind oder steigen den Monte Castrese in Richtung der Straße nach Metato hinab. Diese Straße sehen Sie von oben – der Weg ist nicht zu verfehlen. Dann müssen Sie aber wiederum auf (wenn auch wenig) befahrenen Straßen den Rückweg antreten. Natürlich lässt sich der Weg auch Richtung Metato fortsetzen.