Internet und eine kleine Videothek


Das Toskana-Ferienhaus mit seiner Alleinlage und der phantastischen Aussicht eigenet sich hervorragend für einen abgeschiedenen Urlaub. Aber vielleicht möchte man ja trotzdem mal eine E-Mail empfangen oder schreiben oder will mal die Öffnungszeiten eines Museums nachschauen.

Für alle Gäste gibt es freien Internet-Zugang per W-Lan. Ein Test vom 8. 3. 2015 ergab eine maximale Downloadgeschwindigkeit von 15,19 MBits/s und eine maximale Uploadgeschwindigkeit von 1,44 MBits/s. Nicht wirklich berauschend, aber völlig ausreichend für normale Internet-Nutzung, E-Mails und Internet-Radio.

Auch unterwegs kann man freies W-Lan nutzen, auch in mehreren Geschäften in Camaiore. Ein Beispiel: die Bar Cecchi am oberen Ende der Innenstadt von Camaiore

Telefon: Mobil telefonieren ist ein italienisches Nationalhobby. Auch am und im Toskana-Ferienhaus empfängt man verschiedener Netze (TIM, Wind, Vodafone). Wer schon im Voraus weiß, dass viele internationale Telefonate geführt werden müssen, sollte sich die Roaming-Gebühren seines Anbieters vor Augen führen und überlegen, ob die Anschaffung einer italienischen Prepaid-Telefonkarte nicht günstiger ist.

Fernsehen: Astra-Satellit mit zahlreichen deutschen und nicht-deutschsprachigen Programmen. Außerdem DVBT - rund 200 Programme, meistens auf italienisch.


Wie weit reicht das Datenvolumen?

Beim Internet in Casa Berti gibt es eine Volumenbeschränkung auf 25 GB/Monat. Das reicht für Mailverkehr, Surfen im Internet und auch für das eine oder andere Youtube-Video. Wenn man allerdings Online-Spiele oder Streaming-Dienste nutzt, können auch 25 GB ziemlich schnell verbraucht sein. 

Beispiele für Datenverbrauch:

  • Messenger (z. B. WhatsApp): ca. 10 KB pro Textnachricht, ca. 80 KB mit Bild
  • Facebook-Update: ca. 200 KB, mit Bildern deutlich mehr
  • Musik hören über das Internet: bis zu 1 MB pro Minute
  • Videos auf YouTube: ca. 2 bis 8 MB pro Minute, je nach Auflösung
  • Streaming von HD-Inhalten: ca. 2GB pro Stunde
  • E-Mails checken: 50 KB
  • Fahrplanauskunft der Bahn (mobile Seite): ca. 200 KB
  • Suche mit Google: ca. 200 KB
  • Anruf über Skype: ca. 1 MB pro Minute / ca. 3 MB pro Minute zu Skype, mit Video mehr

(1024 KB = 1 MB, 1024 MB = 1 GB)

Das jeweils mitgebuchte Volumen wird bei Vertragsabschluss mitgeteilt. Bei größerem Volumenbedarf kann nach Absprache weiteres Datenvolumen hinzugebucht werden.

Unsere Video-Sammlung – für Liebhaber und Einsteiger

Video: Mit einem Bluray-/DVD-Player lassen sich auf dem großen Fernseher auch Kinofilme in ansprechender Qualität sehen. Wer also möchte, bringt seine Lieblings-DVDs mit. Ansonsten haben wir versucht, eine kleine Sammlung mit italienischen Filmen oder Filmen, die Italien zum Thema haben, aufzubauen. Vermissen Sie einen Film? Bitte teilen Sie uns Ihren Film-Wunsch mit. Soweit möglich, wird er noch vor Ihrem Urlaub angeschafft.

La Strada - Das Lied der Straße: Der Klassiker von Frederico Fellini aus dem Jahr 1954. Mit Anthony Quinn, Giulietta Masina, Richard Basehart. Die Handlung spielt im Schausteller-Mileu. Der brutale Zampano hält das etwas naive und zurückgebliebene Mädchen Gelsomina wie eine Leibeigene. Über Streit, Kriminalität und einen Totschlag kommt es jedoch zur Trennung - und Jahre später zu einer unverhofften Auflösung des Falles.

La dolce Vita - Das süße Leben: Noch ein Fellini-Klassiker (1960). Fast drei Stunden lang hält der Meister seine Zuschauer in Atem. Fellini ließ sich seine römische Fantasie in den Studios von Cinecittá konstruieren. Um alles kümmerte er sich persönlich, um die Maske seines Hauptdarstellers Marcello Mastroianni ebenso wie um die lebensechte Inszenierung einer Orgie. Die Dreharbeiten lieferten der italienischen Presse monatelang Stoff für Schlagzeilen. Das Bild, wie Anita Ekberg mit ihrer etwas zu groß geratenen Brust vorneweg durch den Trevi-Brunnen tanzt, ist auch Nicht-Cineasten ein optischer Begriff geworden.

Brot und Tulpen: Eine hinreißende und hintersinnige Komödie, die hauptsächlich in Venedig spielt. Bruno Ganz und Licia Maglietta werden im Laufe der Handlung zu einem Paar, aber es gibt Hindernisse zu überwinden. Wer den Film einmal gesehen hat, wird die große Ankündigung "Ich werde in die Abbruzzen fahren und meine Geliebte zurückholen!" kaum jemals vergessen. Zumal die Reise mit einem dreirädrigen Blumenlieferwagen unternommen wird.

To Rome with Love: Was Woody Allen dazu getrieben hat, Barcelona, Paris und letztich auch Rom filmisch zu verewigen, wissen wir nicht. Herausgekommen ist jedenfalls eine halbwegs unterhaltsame Kommödie, die ihre Hauptdarsteller in zahlreiche amouröse und sonstige Verwicklungen schickt. Neben Woody Allen selbst spielt eine bekannte Schauspielerriege mit, von der Penelope Cruz immerhin Spanierin ist, und der große Roberto Benigni sogar ein echter Italiener. Um ehrlich zu sein, hätten wir den Film nicht angeschafft, wenn er nicht dabeigewesen wäre.

La vita è bella - Das Leben ist schön: Ein komischer und lustiger Film aus dem Jahr 1997 über eine traurige Angelegenheit - von und mit Roberto Benigni. Der jüdische Italiener Guido ist ein draufgängerischer Komiker, dem es durch seine Capriolen gelingt, seine "geliebte Prinzessin" noch während sie jemand anders heiraten will, von seinen Qualitäten zu überzeugen. Einige Jahre später - es gibt inzwischen einen kleinen Sohn - wird die ganze Familie in ein KZ deportiert. Mit unglaublicher Chuzpe schafft es Guido, das Überleben von Frau und Sohn zu organisieren - wenn er sich auch zuletzt selbst nicht mehr retten kann.

Night on Earth: Der Jim-Jarmusch-Klassiker über Taxifahrer(innen) in verschiedenen Großstädten dieser Welt. Auch ein Film über Italien und die Italiener, denn Roberto Benigni spielt den durchgeknallten Chauffeur in Rom, dessen Gedanken hauptsächlich um Sex kreisen. Durch seine bildhafte Schilderung der Kopulation mit Feldfrüchten schafft er es, seinen nächtlichen Fahrgast, einen herzkranken Priester, so aufzuregen, dass dieser stirbt. Aber es gibt ja danach noch die Erlebnisse eines finnischen Kutschers, und in Helsinki geht es natürlich mit größerer emotionaler Distanz zu.

Das leitet über zu den Filmen von Detlef Buck: Erst die Arbeit und dann ... Wir können auch anders!  sowie Karniggels. Man könnte jetzt einwenden, dass diese Streifen nicht so viel mit Italien zu tun haben. Also, wie man es eben sieht - auf jeden Fall sind sie mit einer gewissen Leichtigkeit gedreht, und ihre Darsteller, insbesondere in "Wir können auch anders" verkörpern archetypisch den völkerübergreifenden Volkscharakter des bäuerlich-gradlinigen Typs ... Geschwätz? Sicher. Aber die Filme sind trotzdem gut, auch wenn sie mehr in Schleswig-Holstein als der Toskana gründen.

Il Ciclone von Leonardo Pieraccioni. Liebesverwicklung in einem toskanischen Kaff, das auch gut und gerne Camaiore sein könnte. In Deutschland kam der Film unter dem Titel "Amore, Amore" in die Kinos, und das unterschätzt den hintergründigen Streifen doch ein wenig. Also, wer mag, schaut sich das Werk eben mit englischen Untertiteln an und amüsiert sich über die italienische Art der Liebe - normalerweise, wenn vorehelich, "in macchina" oder unter freiem Himmel. Dass es dabei zu kleinen Verletzungen kommt, gehört zum Plot des Films.

Unter dem Himmel der Toskana: Eine internationale Produktion aus dem Jahr 2005, besetzt mit internationalen Schauspiel-Stars, darunter Harvey Keitel als Schriftsteller mit Schreibblockade, der in seinem toskanischen Domizil langsam vertrottelt, bis, naja bis. Wenn man wissen will, wie man die Toskana verkitschen kann, sollte man diesen Film nicht verpassen. Ein Film, nach vertrauten Genremustern konstruiert, dafür aber auch nicht tiefschürfend, wie das Lexikon des internationalen Films schreibt. Die 10 Millionen US-Dollar, die er gekostet hat, hätte man auch besser anlegen können.

Sostiene Pereira: nach dem Buch von Antonio Tabucchi. Ein italienischer Film von Robert Faenza, mit Marcello Mastroianni in der Hauptrolle - die Handlung spielt aber komplett in Portugal zur Zeit der Salazar-Diktatur 1938. Mit einem gigantischen Bluff gelingt es dem einfachen Journalisten Pereira, das ganze Regime an der Nase herum zu führen und bloßzustellen, er aber muss das Land als Flüchtling verlassen. Sehenswert. Nur auf italienisch mit englischen Untertiteln.

Riso Amaro (Bitterer Reis): Ein Film des Neorealismus aus dem Jahr 1949. Er schildert die Liebes-Verwicklungen zweier Paare, aber vor allem zeigt er ein Beispiel für den Klassenkampf: Die Arbeiterinnen in den Reisfeldern der Poebene schufteten unter extremen Bedingungen. Der Film zeigt Italien, wie es direkt nach dem Krieg war. Von heute aus gesehen hatte es in vielen Regionen den Stand eines Entwicklungslandes. Der Film war der Durchbruch für Silvana Mangano, die in knappen Shorts für erotische Extase bei den Zuschauern (und Zuschauerinnen?) sorgte.

Fahrraddiebe: Ein Klassiker des neorealistischen Films von Vittorio de Sica aus dem Jahr 1948. Dem armen Antonio Ricci wird bei seiner Arbeit als Plakatkleber sein Fahrrad gestohlen. Es beginnt eine lange und letztlich erfolglose Suche nach dem Dieb und dem Fahrrad, die durch das ärmliche Rom der Nachkriegszeit führt. Traurig, aber unbedingt zu empfehlen.

Rom, offene Stadt: Ein spannender Film über den Widerstand gegen die Nazis im besetzten Rom. Ob es wirklich so oder so ähnlich gewesen ist? Jedenfalls hat Roberto Rosselini im Jahr 1945 mit diesem Film ein sehenswertes Werk geschaffen - wenn auch das Thema vielleicht nichts für beschwingte Sommerabende ist.