Wo sich Fuchs und Stachelschwein gute Nacht sagen


Ein Fuchs kommt zu Besuch

Im Sommer 2016 hat unser "Haus-Fuchs", von den Gästen Eduardo getauft, wieder seine regelmäßigen Besuche aufgenommen. Fast täglich schaut er bei Casa Berti vorbei und ist dabei sehr zutraulich. Klar, ein gewisser Sicherheitsabstand wird gewahrt, aber natürlich versucht der schlaue Eduardo, sich auch einen leckeren Happen zu erbeuten.

Schön ist es, einen Fuchs aus nächster Nähe beobachten zu können. Aber allzu sehr sollte man den Fuchs nicht an das Haus gewöhnen. Immerhin ist er ja kein Schoßhündchen, sondern ein Wildtier, das sein Auskommen ohne menschlichen Beistand finden kann. Und das sollte er auch bleiben!

Freuen Sie sich hier an den Bildern, die Casa-Berti-Gäste Petra und Frank im September 2016 aufgenommen haben.

Vorbereitung zum großen Ausschlafen

Im Sommer 2015 beobachteten die Casa-Berti-Gäste Ines und Jürgen ein kleines, pelziges Tier auf dem Gerüst der Seilbahn: Ein Siebenschläfer! Man trifft sie nicht alle Tage, und dann halten sie ja einen extrem langen Winterschlaf, der von September bis April oder Mai dauern soll – also acht oder sogar neun Monate lang. Vor allem sind sie sonst vornehmlich nachtaktiv. Weshalb dieses Exemplar nun bei schönstem Tageslicht auf der Seilbahn herumturnte, weiß man nicht. Jedenfalls gelangen einige schöne Fotos:

  • Der Bilch kennt eine Abkürzung über das Tragseil der Ferienhaus-Seilbahn
  • In der 5 cm starke Gerüstrohr passt der Siebenschläfer bequem.
  • Besonders scheu ist dieser Siebenschläfer nicht
  • Baut sich der Siebenschläfer hier ein Nest?

Mit der Wildkamera eingefangen: Direkt an der "Strada Comunale", dem alten Maultierpfad, ist einiges los! Bis wir diese Bilder sahen, wussten wir nicht, dass Dachs und Rehe regelmäßige Besucher sind. 

Nachts ist das Stachelschwer im Olivenhain unterwegs.
Häufig brechen nachts ganzen Stachelschwein-Familien zur Nahrungssuche auf. Davon zeugen durchwühlte Stellen im Olivenhain. Hin und wieder findet man auch einen bis 25 cm langen Stachelschweinstachel. Dieses Bild stammt aber vom Tierpark Hagenbek in Hamburg.

Das unsichtbare Stachelschwein

Ein Tier, das sich ebenfalls häufig in der Nähe von Casa Berti, dem Ferienhaus im Olivenhain, aufhält, ist das Stachelschwein. Aber die Tiere sind äußerst scheu und kommen nur bei dunkler Nacht heraus. Wenn der Mond zu hell scheint, bleiben sie im Bau. Doch mit Hilfe einer Wildkamera konnten wir eines überlisten!

Das Stachelschwein ist mit einer Länge von 50 – 70 cm  und einem Gewicht von bis zu 15 kg das grösste Nage­tier der Toskana. Mit Igeln oder gar Schweinen hat es also nichts zu tun. Die Gattung wurde vermutlich in der Antike aus Nordafrika eingeführt. Stachelschweine leben in Familiengruppen und kommen unter anderem in der Kulturlandschaft der Hügel um Camaiore häufig vor. Ihre vegetarische Nahrung wie Obst, Wurzeln, Knollen, Rinde und Samen suchen sie in der Nacht. Dabei kommen sie manchmal ziemlich nahe an das Toskana-Ferienhaus heran.

Manchmal kann man sie, wenn man abends still auf der Terrasse des Toskana-Ferienhauses sitzt, in der Dunkelheit im Olivenhain hören. Und noch häufiger stößt man auf die durchgewühlten Stellen. Mit etwas Glück findet man dort einen Stachelschwein­stachel. Die längsten Exemplare, die uns untergekommen sind, haben eine Länge von rund 25 cm und sind ca. 3 mm dick.

Aber es gibt auch manchmal Wildschweine, die aus den Wäldern bis in die Olivenhaine herunterkommen. Spuren haben wir schon gefunden! 

Die Flieger der Nacht

Fledermäuse – in der Toskana und auch rund um das Ferienhaus eine Selbstverständlichkeit! Fast jeden Abend kann man sie beim Fang von Insekten beobachten. Manchmal haben auch einige von ihnen den Tag über im Keller von Casa Berti verbracht. Seit wir besser schließende Türen haben, kommt das aber seltener vor. 

Bestimmen konnten wir aber noch keine der vorhandenen Arten – dafür reichen unsere Kenntnisse nicht. Fest steht, dass es zumeist kleinere Fledermäuse sind, die den Nachthimmel beleben.

Die große Lightshow

Ein ungewohntes Ereignis bietet sich in den Abendstunden ungefähr ab Mitte Mai bis in den Juli hinein: Glühwürmchen illuminieren den Olivenhain rund um das Toskana-Ferienhaus! Die kleinen Leuchtkäfer sind auf Partnersuche und blinken mit ihrem Hinterleib. Wenn man ein Tierchen auf die Hand nimmt – sie sind nicht „scheu” und kommen, wenn man auf der Terrasse sitzt, freiwillig angeflogen – sieht man, wie hell das Licht ist. Ein bezaubernder Anblick, den man nicht so schnell vergisst.

Hier noch ein wenig Glühwürmchen-Kunde aus der ZEIT.