Die Toskana: Das Land, in dem Öl und Wein fließt...


„Vino vecchio e olio nuovo“ – alter Wein und frisches Öl, so beschreibt ein Sprich­wort die edelsten Zutaten toskanischer Küche. Bei Ihrem Urlaub im Olivenhain sind Sie am Ursprungs­ort feinsten Olivenöls. Praktisch säurefrei, dabei aro­matisch und von Ölbäumen, die ideal zum Stand­ort zwischen Bergen und Meer passen. Wie es ent­steht, können Sie auf den folgenden Seiten nachlesen.

Beim Wein sieht die Sache etwas anders aus: Das nächste richtige Weinbaugebiet mit einem hervorragenden Ruf sind die Colline Lucchesi im Hinterland von Lucca. Von Camaiore aus sind es ungefähr 40 Kilometer bis dorthin. Die berühmte Weinbauregion Montalcino liegt etwas mehr als 200 Kilometer entfernt. Aber auch direkt in Camaiore kann man hervorragenden Wein kaufen – Insidertipps auf den folgenden Seiten!

Wenn Sie schon einmal in Italien und der Toskana sind, sollten Sie einige Rezepte ausprobieren, die zum Land gehören oder besonders gut dorthin passen: Bestehend aus frischen Zutaten, aromatischen Gewürzen, gutem Olivenöl und gewürzt mit Balsam-Essig. Es lohnt sich, ein wenig vom gewohnten Speiseplan abzuweichen und etwas zu experimentieren. Deshalb haben wir hier nach und nach eine kleine Rezeptsammlung aufgebaut, die noch erweitert wird.

Ein Zweig einer Kapenpflanze mit einer Blüte und mehreren Früchten.

Ein Wort zu einer typisch mediterranen Würzpflanze: Kapern! Wahrscheinlich kennen Sie diese nur aus dem Glas oder in Königsberger Klopsen. Wie die Knospe dieser eigentlich eher süditalienischen und griechischen Pflanze ins ostpreußische Königsberg gelangen konnte, bleibt uns verborgen. Die strauchige Pflanze jedenfalls wächst gern auf Felsen, in Mauerritzen und auf jeden Fall auf gut besonnten Plätzen. Wir haben einigen Aufwand getrieben, sie auf dem Casa-Berti-Gelände anzusiedeln.

Gewürzbeet mit Rosmarin und Kapern
Das Kräuterbeet bei Casa Berti mieten Sie mit: Rosmarin, Basilikum und vorn rechts eine kleine Kapern-Pflanze

Letzlich keimten einige Samen von Kapern in Hamburg im Blumentopf und wurden als kleine Pflanzen zurück nach Italien exportiert. Einige Pflanzen auf dem Gelände konnten auch direkt ausgesät werden; es dauerte aber Jahre, bis die Samen keimten!

Die Kapern, die Sie in mit Essig versetzem Wasser in Ihrem Supermarkt bekommen, sind übrigens die Blütenknospen der Pflanze. Erntet man sie nicht ab, bilden sie wunderschöne, ungefähr 4 bis 5 cm große, blassrosa Blüten. Dann bildet sich die Frucht der Kaper, der so genannte Kapernapfel, ungefähr 4 bis 7 cm groß. Auch ihn kann man essen: Man legt ihn in Salz ein, so dass er einen Teil seiner Schärfe verliert, und genießt ihn beispielsweise klein gehackt im Salat oder in Soßen.

Lässt man auch ihn gewähren, reifen in der Frucht Dutzende, manchmal hunderte von dunkelbraunen bis fast scharzen Samen. Im Herbst werden die Früchte der Kaper weich und lösen sich auf. Die Samenkörner sind sehr hart und widerstandsfähig, sie werden von Vögeln und Insekten verbreitet.